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InhalPlus

Pioneering Respiratory Care

Patientennahe Aerosoltherapie für Frühgeborene unter laufender Atemunterstützung
Hero-Image – InhalPlus
Projekt aus dem
Fraunhofer ITEM

Projektprofil

Health & Life Science
#Frühgeburt
#Inhalative Therapie
#Präventiv
#Skalierbar für Erwachsene
Gründung geplant: Q3 2026
Geschäftszweck: InhalPlus verkauft ein innovatives, patentgeschütztes MedTech-System für eine erstmals präventive und effektive inhalative Therapie und erzielt wiederkehrende Umsätze über ein Abomodell, mit zusätzlicher Skalierung über Lizenzpartnerschaften.
Standort: Hannover
Kontakt: felix.wiegandt@inhalplus.com
Gründer:
https://www.inhalplus.com

Problem

Sehr unreife Frühgeborene benötigen häufig eine wirksame lokale Lungentherapie, gleichzeitig müssen sie unter CPAP oder Beatmung stabilisiert werden. Genau in diesem Umfeld stoßen heutige inhalative Verfahren an ihre Grenzen.

Wird Aerosol in den Hauptgasstrom des Beatmungssystems eingebracht, verdünnt es sich, lagert sich in Schläuchen und Konnektoren ab oder geht durch Leckagen verloren. Niedrige Tidalvolumina und hohe Atemfrequenzen erschweren zusätzlich die kontrollierte Wirkstoffabgabe in die unreife Lunge.

Die klinische Herausforderung liegt damit nicht primär im Fehlen geeigneter Wirkstoffe, sondern in deren unzureichender und schwer reproduzierbarer Applikation unter laufender Atemunterstützung. Für Neonatologien entsteht so eine Versorgungslücke zwischen schonender respiratorischer Stabilisierung und wirksamer lokaler Pharmakotherapie bei hochvulnerablen Frühgeborenen.

Lösung

InhalPlus schließt diese Applikationslücke mit einer patientennahen Plattform für Aerosoltherapie unter laufender Atemunterstützung. Statt Aerosol in den Hauptgasstrom einzubringen, wird ein definierter Teilstrom außerhalb des Beatmungskreislaufs mit Wirkstoff angereichert und konzentriert an die Patientenschnittstelle zurückgeführt.

Die Atemunterstützung bleibt dabei unverändert. Es braucht keine Diskonnektion, keine zusätzliche Volumenstromeinspeisung und keinen invasiven Applikationsschritt.

Das Resultat ist eine kontrolliertere, reproduzierbare Wirkstoffgabe in die unreife Lunge, integriert in bestehende NICU-Abläufe. InhalPlus macht damit eine medizinisch plausible lokale Lungentherapie technisch besser umsetzbar und schafft zugleich eine wirkstoffoffene Plattform für weitere inhalative Anwendungen.

Produkt

Das Produkt ist als dreiteiliges System aufgebaut: Base Unit, Patient Set und Therapy Set. Die Base Unit ist die wiederverwendbare technische Einheit und steuert den Bypass-Strom. Das Patient Set bildet die Schnittstelle zum Frühgeborenen und kann im klinischen Ablauf wie ein patientennahes CPAP-Interface eingesetzt werden. Das Therapy Set wird nur bei Therapiebedarf angeschlossen und führt das Aerosol zur Patientenschnittstelle.

Diese Trennung schafft eine klare Produktlogik: Infrastruktur bleibt wiederverwendbar, patientennahe Komponenten werden hygienisch ausgetauscht, und die eigentliche Therapie wird über ein separates Verbrauchsmodul abgebildet. Für Kliniken entsteht dadurch ein integrierbares System mit geringem Umstellungsaufwand. Für InhalPlus entsteht ein skalierbares Produktmodell aus technischer Plattform und wiederkehrenden Verbrauchskomponenten.

Alleinstellung

Der Kernvorteil von InhalPlus liegt in einer neuen Systemarchitektur. Die Technologie löst das strukturelle Problem der Verdünnung und Ablagerung im Beatmungskreislauf, indem ein aerosolangereicherter Teilstrom gezielt patientennah eingebracht wird, ohne den Hauptgasfluss oder die Atemunterstützung zu stören. Dadurch wird eine 4-fach höhere Dosisleistung ermöglicht.

Das System lässt sich bei Bedarf Plug and Play in laufende Beatmungssysteme integrieren, ohne Diskonnektion, ohne Druckverlust und ohne Beeinträchtigung der Atemunterstützung. Zudem ist es herstellerunabhängig und systemagnostisch gegenüber Beatmungsgeräten und Mesh-Verneblern und integriert sich ohne Anpassung in bestehende klinische Setups.

Die zugrunde liegende Plattformtechnologie ermöglicht die Anwendung über verschiedene inhalierbare Wirkstoffe und Indikationen hinweg. Diese Position wird durch ein breit angelegtes Patentportfolio sowie das direkt im Unternehmen verankerte Erfinder Know-how abgesichert.

Geschäftsmodell

InhalPlus verfolgt ein wiederkehrendes Erlösmodell auf Basis einer modularen Medizintechnikplattform. Die wiederverwendbare Base Unit stellt die technische Infrastruktur bereit, während Patient Set und Therapy Set als patienten- und therapiebezogene Verbrauchskomponenten regelmäßig genutzt und ersetzt werden. Das Patient Set integriert sich als patientennahe Schnittstelle in bestehende CPAP- und Beatmungsabläufe; bei Indikation wird das Therapy Set ergänzt und ermöglicht die konzentrierte Aerosolgabe über den Bypass.

Die wirtschaftliche Hauptlogik liegt damit nicht im einmaligen Geräteverkauf, sondern in der laufenden Nutzung entlang von Fallzahl, Therapiedauer und Set-Verbrauch.

Der Markteintritt erfolgt fokussiert über spezialisierte neonatologische Zentren, mit niedriger Einstiegshürde, planbarer Belieferung, Schulung und kliniknahem Support. So verbindet InhalPlus wiederkehrende Umsätze, skalierbare Verbrauchsmaterialien und eine klare Nutzenlogik im NICU-Workflow.

Highlights

  • Rund 5,4 Mio. Euro an Industrie- und Fördermitteln eingeworben, darunter EXIST Forschungstransfer und IBT mit insgesamt 2,8 Mio. Euro
  • Klinische PoC-Studie mit zwei führenden Kliniken (MHH und UKSH) und insgesamt 40 Frühgeborenen für Oktober 2026 geplant (komplett finanziert über IBT)
  • EXIST Forschungstransfer Phase II sowie BMFTR-Förderung bereits zugesagt

Kunde / Markt

InhalPlus adressiert ein klar umrissenes, medizinisch hochrelevantes Marktsegment in der neonatologischen Intensivmedizin. Zielkunden sind hochspezialisierte Perinatalzentren, in denen Frühgeborene unter 1500g behandelt werden. Im DACH-Raum gibt es nur 183 dieser Zentren, und durch anstehende Zentralisierung wird der Kundenkreis weiter fokussiert. Die adressierbare Zielpopulation im DACH-Raum beträgt rund 37.000 Frühgeborene pro Jahr unter CPAP; der initiale Kernmarkt fokussiert besonders die Hochrisikopatienten mit prolongierten respiratorischen Verläufen und Gefahr einer BPD.

Der Wettbewerb besteht heute vor allem aus unzureichenden Teillösungen, also klassischen Beatmungssystemen und Verneblerkopplungen für Erwachsene oder invasiven Eskalationsstrategien, nicht aus einer etablierten direkten Alternative. Genau darin liegt die Chance: InhalPlus tritt nicht in einen klassischen Verdrängungsmarkt ein, sondern schließt eine bislang ungelöste Versorgungslücke.
Team – InhalPlus

Team

InhalPlus wird von einem komplementären Gründerteam mit starker MedTech- und Industrieerfahrung geführt:
Dr. Felix Wiegandt (CEO, Co-Founder) verantwortet Strategie und Umsetzung und legte mit seiner Promotion den Grundstein der Technologie;

Dr. Gerhard Pohlmann (CSO, Co-Founder) sichert als weiterer zentraler Erfinder mit über 40 Jahren Erfahrung und 23 Patentfamilien den technologischen Vorsprung.

Prof. Dr. Dirk Schäfer (CFO, Co-Founder) verantwortet Finanzierung und Skalierung mit über 30 Jahren Management- und Venture-Erfahrung.

Ergänzt wird das Team durch Dr. Ute Urban (Regulatory) und Fabian Müller (Engineering).

Das Team deckt damit die zentralen Kompetenzen für Entwicklung, Zulassung, Markteintritt sowie operative Führung ab.

Kapitalbedarf

Rund 5,4 Mio. Euro an Industrie- und Forschungsgeldern haben bislang die technologische und präklinische Entwicklung getragen. Darunter EXIST Forschungstransfer Phase I (1,5 Mio. Euro) und IBT Niedersachsen (1,3 Mio. Euro). Diese Mittel finanzieren die Entwicklung des kliniknahen Prototyps und die Vorbereitung und Durchführung der klinischen PoC-Studie.

Nach der Gründung sind, vorbehaltlich der aktuell anstehenden Brückenfinanzierung, zwei weitere Förderbausteine gesichert: EXIST Phase II, mit einem Gesamtvolumen von 240.000 Euro (inkl. 60.000 Euro Eigenanteil), und ein BMFTR-Vorhaben, mit einem Gesamtvolumen von 516.480 Euro (inkl. 173.684 Euro Eigenanteil).
Für einen Runway bis Dezember 2027 beträgt damit die Brückenfinanzierung 500.000 Euro, somit insgesamt 1,0 Mio. Euro. Hiermit wird der Eigenanteil an EXIST Phase II und BMFTR sowie Aufbau CE-Fähigkeit und Auswertung klinischer PoC finanziert.

Die Seed-Runde in Q3 2027 ist mit 4,1 Mio. Euro angesetzt.

500.000 Euro als Brückenfinanzierung

Wir suchen eine Brückenfinanzierung in Höhe von 500.000 Euro, um die CE-Zertifizierung vorzubereiten und klinische Daten aus der PoC auszuwerten.

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